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News : Holländische Frachter in Böschung
Geschrieben von willi am 15.05.2017 19:00:00 (81 x gelesen)

Auf der Fahrt von Danzig nach Dünkirchen kam der holländische Frachter „Belterwiede“, 3990 BRZ (IMO-Nr.: 9313797) in der Nacht zum 14.5. um 2.15 Uhr auf dem Nord-Ostsee-Kanal westwärts laufend in Höhe von Kanalkilometer 23,5 vom Kurs ab und lief in die Nordböschung der Schifffahrtsstraße, weil der Automatikbetrieb der Steueranlage unerlaubterweise genutzt worden war. Während der Aufnahme der Havarie gaben der Kapitän und der Erste Offizier übereinstimmend an, dass die „Belterwiede“ vom beratenden Lotsen eigenhändig mittels der auf Automatikbetrieb gestellten Steueranlage bedient worden war. Lediglich vor Begegnungsvorgängen hatte der Lotse auf Handbetrieb umgeschaltet.

Nach einem derartigen Umstellvorgang war das Ruder dann zu hart nach Steuerbord gelegt worden, sodass das Schiff mit geringer Geschwindigkeit in die Böschung lief. Es kam nach etwa fünf Minuten aus eigener Kraft wieder frei und setzte seine Fahrt Richtung Brunsbüttel fort, wo es gegen 5.15 Uhr eintraf. Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft sprach zunächst ein Weiterfahrverbot ab Brunsbüttel bis zur Bestätigung der Klasse aus, hob dieses aber am Nachmittag wieder auf. Um 16 Uhr ging die Reise weiter, am 16.5. sollte der Frachter am frühen Morgen Dünkirchen erreichen. Wegen der unerlaubten Nutzung des Automatikbetriebes mussten der Erste Offizier und der Lotse nun mit einer Ordnungswidrigkeiten-Anzeige rechnen. Der Offizier musste zudem eine Sicherheitsleistung in Höhe von rund 500 Euro leisten.
Text und Info: T. Schwabedissen

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