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News : Maschinenausfall auf "Thetis D"
Geschrieben von Tim am 27.10.2015 10:10:00 (996 x gelesen)

Der liberianische Containerfrachter "Thetis D", 17488 BRZ (IMO: 9372274), erlitt am 26.10. um 8.55 auf der Reise von Gdingen nach Bremerhaven Maschinenausfall, als er von der Ostsee kommend den Nord-Ostsee-Kanal auf Westkurs absteuerte. Das 168 Meter lange und 26 Meter breite Schiff trieb manövrierunfähig beim Leuchtturm Kiel. Die Revierzentrale Travemünde koordinierte die Absicherung des im vielbefahrenen Verkehrstrennungsgebiets liegenden Havaristen und alarmierte die beiden SFK-Schlepper „Kiel“ und „Kitzeberg“. Der Nautiker vom Dienst gab nach der ersten Nachricht über die Havarie unverzüglich eine Warnmeldung heraus. Um neun Uhr warf die „Kiel“ von ihrem Liegeplatz los und nahm Kurs auf die „Thetis D“. Sie stellte eine Schleppverbindung zu dem Frachter her und sicherte ihn, bis auch die "Kitzeberg" eingetroffen war. Die Schlepper zogen das Schiff am Nachmittag in den Kieler Ostuferhafen, wo er um 15.20 Uhr festgemacht wurde. Dort ging es anschließend an die Begutachtung der Maschinenanlage. Die Wasserschutzpolizei Kiel nahm an Bord Ermittlungen auf. Dabei stellte sich heraus, dass es sogar zu einem Feuer im Maschinenraum gekommen war und der Schaden so erheblich war, dass der Frachter bis auf weiteres fahruntüchtig sein würde. Deshalb galt es nun zu organisieren, wie die in Helsinki und Gdingen an Bord genommene Ladung weiter zum Bestimmungshafen, wo sie am 27.10. erwartet worden war, transportiert werden konnte. Unter Umständen würde nun die komplette Containerladung vor einer Reparatur gelöscht werden müssen.




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 Ant.: Maschinenausfall auf "Thetis D"

Geschrieben am: 30.10.2015 10:34  Aktualisiert: 30.10.2015 10:36

willi

Webmaster
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Nord-Ostsee-Kanal: Schaden nach Feuer auf Thetis D erheblich
(29.10.15) Der Schaden auf dem liberianischen Containerfrachter "Thetis D", 17488 BRZ (IMO: 9372274), der am 26.10. um 8.55 auf der Reise von Gdingen nach Bremerhaven Maschinenausfall gemeldet hatte, als er von der Ostsee kommend den Nord-Ostsee-Kanal auf Westkurs ansteuerte, stellte sich als so umfangreich heraus, dass das Schiff bis auf weiteres Kiel nicht verlassen können würde. Bei den Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Kiel an Bord Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sogar zu einem Feuer im Maschinenraum gekommen war und der Schaden so erheblich war, dass der Frachter bis auf weiteres fahruntüchtig sein würde.
Deshalb galt es nun zu organisieren, wie die in Helsinki und Gdingen an Bord genommene Ladung weiter zum Bestimmungshafen, wo sie am 27.10. erwartet worden war, transportiert werden konnte. Unter Umständen musste nun die komplette Containerladung vor einer Reparatur gelöscht werden. Das Schiff hatte nach der Maschinenhavarie zeitweilig manövrierunfähig beim Leuchtturm Kiel getrieben.
Die Revierzentrale Travemünde koordinierte die Absicherung des im Verkehrstrennungsgebiets liegenden Havaristen und alarmierte die beiden SFK-Schlepper „Kiel“ und „Kitzeberg“. Der Nautiker vom Dienst gab nach der ersten Nachricht über die Havarie unverzüglich eine Warnmeldung an die Schifffahrt auf der Förde heraus. Um neun Uhr warf die „Kiel“von ihrem Liegeplatz los und nahm Kurs die „Thetis D“.
Sie stellte eine Schleppverbindung zu dem Frachter her und sicherte ihn, bis auch die "Kitzeberg" eingetroffen war. Die Schlepper zogen das Schiff am Nachmittag des 26.10. in den Kieler Ostuferhafen, wo er um 15.20 Uhr festgemacht wurde.
Bereits am 16.5.2013 hatte die „Thetis D“ im Bereich des Nord-Ostsee-Kanals für Aufregung gesorgt, als sie den holländischen Frachter "Arklow Rally", 2999 BRZ (IMO-Nr.: 9250414), mit allzu hoher Geschwindigkeit im Binnenhafen Brunsbüttel passierte. Der Containerfrachter war an jenem Morgen mit Ostkurs auf dem Nord-Ostsee-Kanal unterwegs auf der Fahrt von Bremerhaven nach Riga. Beim Passieren der Ladepier der Firma Holcim erzeugte er so viel Sog und Wellenschlag, dass der dort unter Beladung liegende, 90 Meter lange Rotterdamer Frachter in Bewegung geriet.
Vor- und Achterspring hielten den Zugbelastungen nicht stand und brachen, zwei Relingsstützen rissen ab. Da auch der Verladearm der Anlage aus der Verbindung zum Schiff herausgerissen wurde, musste der Ladevorgang vorübergehend eingestellt werden. Nachdem die „Thetis D“ in Kiel festmachte, wurde gegen den Kapitän wurde ein Ordungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Durch Beamte des Wasserschutzpolizeireviers Kiel wurde eine Sicherheitsleistung vom Kapitän eingezogen.
Die “Thetis D” ist 168,11 Meter lang, 26,8 Meter breit, hat 9,6 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 17.882 Tonnen. Sie läuft für die Rainer Drevin KG in Cuxhaven und wurde 2009 bei der J.J. Sietas KG Schiffswerft GmbH & Co. in Hamburg-Neuenfelde als „Thetis“ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen

 Ant.: Maschinenausfall auf "Thetis D"

Geschrieben am: 03.11.2015 11:58  Aktualisiert: 03.11.2015 11:58

willi

Webmaster
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Thetis D bereitet nach Explosion Kopfzerbrechen
(02.11.15) Der Explosionsschaden auf dem Frachter „Thetis D“ hat sich als so groß erwiesen, dass eine Reparatur im Kieler Ostuferhafen ausgeschlossen wurde. Die Ursache war weiterhin unbekannt. Die Ermittlungen dauerten an.
Hapag-Lloyd hatte die „Thetis D“ von der Reederei Drevin aus Cuxhaven gechartert und im Russia-Express-Service (REX) eingesetzt. Das Schiff hatte vor der Havarie in Helsinki, St. Petersburg und Gdingen Ladung für Hamburg und Bremerhaven an Bord genommen. Nun wurde geprüft, ob zumindest die etwa 30 Kühlcontainer mit verderblicher Ladung gelöscht werden und dann per Lkw oder Zug nach Hamburg oder Bremerhaven gebracht werden konnten.
Es wurden auch Gespräche mit einer Hamburger Schleppreederei geführt, um den Havaristen von mindestens zwei Schleppern nach Hamburg zu bringen, wo die Container in der kommenden Woche entladen werden und auf die Weiterreise gebracht werden könnten. Die „Thetis D“ würde danach zur Begutachtung und Reparatur in eine Werft gebracht werden.
Hapag-Lloyd hat die „Thetis D“ inzwischen aus dem Fahrplan genommen. Das gerade in Emden liegende maltesische Containerschiff „Frederik“, 14072 BRZ (IMO-Nr.: 9328637), der Reederei Schepers hat nun den Platz im REX-Fahrplan eingenommen. Am Abend des 31.10. nahm die „Frederik“ Kurs auf Hamburg. Von dort ging es am folgenden Morgen weiter durch den Nord-Ostsee-Kanal mit Kurs auf Gdingen, Helsinki und St. Petersburg.
Quelle:Tim Schwabedissen